Bienen

BIENEN

Bienen gehören zu den ältesten Lebewesen: Sie leben vermutlich schon seit 100 Millionen Jahren auf der Erde!

Umgangssprachlich wird mit Biene oftmals die westliche Honigbiene gemeint. Diese ist als staatenbildendes Insekt  unter den weltweit ca. 30.000 Bienenarten eine Ausnahme. Außer der Hummel, die einjährige Staaten bildet, leben alle anderen Bienenarten solitär und werden unter dem Begriff Wildbienen zusammengefasst.

Die Honigbiene belegt unter den wichtigsten Nutztieren in Deutschland, nach Rind und Schwein, den 3ten Platz.

 

Fleißige Biene: Zahlen und Fakten

In Deutschland gibt es etwa 1,5 Million Bienenvölker

Ein Bienenvolk hat etwa 60.000 Arbeiterinnen, mehrere hundert Drohnen und eine Königin.

Eine Königin legt im Jahr etwa 200.000 Eier, im Sommer täglich zwischen 1.500 und 3.000 Eier.
Diese Tagesmenge entspricht ihrem eigenen Körpergewicht.

Die Entwicklung vom Ei bis zur fertigen Arbeitsbiene dauert 21 Tage, bis zur Drohne 24 Tage und bis zur Königin 16 Tage. Arbeiterinnen werden 12-15mm, Drohnen 14-18mm und Königinnen 16-20mm groß.
Arbeitsbienen gehen aus befruchteten Eiern und Drohnen aus unbefruchteten Eiern hervor.

Bis zum dritten Tag kann aus jeder befruchteten Made eine Königin werden.

In den ersten 6 Tagen der Entwicklung verfünfhundertfacht sich das Gewicht des Eis.

Arbeitsbienen werden im Sommer nur 6 Wochen alt.
Schlüpfen sie im Herbst und können überwintern, leben sie bis zu neun Monate.
Drohnen werden nur wenige Wochen alt.

Königinnen können ein Alter von bis zu 5 Jahren erreichen.

10.000 Arbeitsbienen wiegen etwa 1kg.

Im Bienenstock halten die Bienen im Sommer durch Muskelkraft (bis zu 15.000 Flügelschwingungen pro Minute) eine konstante Temperatur von 35 Grad.

Bienen verlassen ihren Stock bis zu 5km, sammeln jedoch im Umkreis von 2km am effektivsten Pollen und Nektar.

Die Fluggeschwindigkeit der Arbeitsbiene beträgt etwa 25-30 km/h.

Eine Arbeitsbiene müsste um 1 Glas Honig (500 Gramm) zu sammeln 3 mal um die Erde fliegen.
Jede Arbeitsbiene legt in ihrem Leben etwa 8.000km zurück.

Die Honigblase der Arbeitsbiene fasst etwa 50mg Nektar.

3kg Nektar ergeben 1kg Honig. Um 1kg Honig zu sammeln müssen Arbeitsbienen 60.000 mal ausfliegen und, je nach Blütenart, bis zu 10 Millionen Blüten besuchen. 1kg Honig entspricht der Lebensarbeit von 350 bis 400 Bienen.

In einem Bienenvolk überwintern etwa 20.000 Bienen, die bei einsetzendem Frühlingswetter sofort voll zur Stelle sind. Bei anderen Insekten überwintern nur Stammmütter. Diese müssen sich zu Frühlingsbeginn erst mühsam vermehren. Somit ist die Bestäubung der Frühjahrsblüher (Obst) zu fast 100% den Bienen zu verdanken.

 

Bienenerzeugnisse und ihre Verwendung

Honig besteht aus Enzymen, Vitaminen, Mineralien, Säuren, Hormonen,  Duftstoffen, Fruchtzucker und sogenannten Inhibinen (keimwachstumshemmende Wirkstoffe).
Die Eigenschaften dieser Inhaltsstoffe machen den Honig zu einem der  hochwertigsten Nahrungsmittel.
Schadstoffe werden durch das Bienenwachs gefiltert, so dass der Honig reiner Blütensaft der Natur ist.

Met, auch Honigwein genannt, ist das älteste alkoholische Getränk des Menschen. Für die Herstellung  werden ausschließlich Honig und Wasser verwendet, wodurch das herrliche Honigaroma entsteht.

Gelee Royal oder Weiselfuttersaft erzeugen die Ammenbienen in ihren Schlunddrüsen.
Gelee Royal wird für die Königinnenaufzucht verwendet und ist ein wahrer Energiespender.


Propolis ist der Kittharz der Biene, den sie aus harzigen Schutzschichten junger Baumknospen und eigenen Drüsensekreten gewinnt. Die Bienen überziehen Holz und Waben im Inneren des Stocks zur Desinfektion mit einer feinen Schicht Propolis. Propolis hat entzündungshemmende Wirkung und wirkt gegen Gelenks-, Glieder- und Muskelschmerzen, bei Rheuma, Hexenschuss, Zerrungen usw.

Pollen sind Eiweiß- und Fettlieferanten und dienen als Nahrung der Bienenbrut.
Pro Jahr sammelt ein Bienenvolk zwischen 10 und 30 kg Blütenpollen. Sie gelten als Aufbau- und Stärkungsmittel, verbessern die Gehirndurchblutung, sind verdauungsfördernd und wirken gegen Prostataleiden.


Bienengift wird in der Medizin gegen verschiedene Krankheiten eingesetzt.

Bienenwachs wird von der Wachsdrüse an der Bauchunterseite der Biene produziert und dient zum Bau der sechseckigen Zellen und Waben. Alte Waben schmilzt der Imker ein, das so gewonnene Wachs wird zur Herstellung von Kerzen, in der Medizin und Kosmetik sowie als Holzpolitur verwendet.

 

Wildbienen

Es gibt etwa 30.000 unterschiedliche Wildbienenarten auf der Erde, in Deutschland kommen zwischen 500 und 600 Arten vor. Die verschiedenen Arten  werden zwischen 1,3 Millimetern und 3 Zentimetern groß und unterscheiden sich oftmals nur durch winzige Merkmale in der Färbung oder Musterung des Insektenkörpers.

Sehr unterschiedlich sind hingegen die bevorzugten Nahrungspflanzen und Nistplatzanforderungen.
Viele solitär lebende Wildbienen sind auf eine einzige Pflanzenart symbiotisch angewiesen: Wenn sie diese nicht mehr bestäuben, verschwindet unter Umständen auch die ganze Population der betreffenden Pflanzenart.

Die Bestäubung durch Wildbienen und Hummeln setzt bereits im März ein und findet auch bei Kälte und bedecktem Himmel statt. Eine Wildbiene bestäubt bis zu 5000 Blüten pro Tag und zählt zu den erwünschten Nützlingen im Garten. Durch Artenarmut und Neigung zu allzu großer Aufgeräumtheit  in der Land- und Forstwirtschaft sind die natürlichen Lebensräume der Nutztiere beseitigt oder stark eingeschränkt.

Durch die Schaffung geeigneter Nistgelegenheiten  (Trockenmauer, Totholz, Reisighaufen) oder auch mit selbstgebauten Nisthilfen lassen sich einige der in Deutschland vorkommenden Wildbienenarten auch in den eigenen Garten locken. Sogenannte Insektenhotels lassen sich relativ einfach selber bauen und können mit Hilfe von Holzscheiben, Pflanzenstengeln, Schilfhalmen oder Bambusröhrchen hergerichtet werden. Für die dazugehörigen Anpflanzungen sollten einheimische sowie nektar- und pollenreiche Blumen ausgewählt werden. Grundsätzlich gilt, je vielfältiger die Bepflanzung, desto besser.

 

(Wissenswertes zum Thema Wildbienen: Bild anklicken)

 

 

* * * Bienenstöcke in unserer Gartenanlage * * *
 

Dank des Imkers Jörg Urbic haben wir mehrere Bienenvölker auf der Strommastparzelle in unserer Gartenanlage zu Gast. So können wir nicht nur Honig aus der eigenen Gartenanlage kaufen,

sondern haben  im Laufe des Jahres auch die Möglichkeit mehrere Naturereignisse zu beobachten.
Im Mai haben sich mehrere der Bienenvölker auf der Strommastparzelle geteilt (die alte Königin verlässt mit einem Teil des Volkes den Stock). Auf den unteren Bildern haben sich die Bienen im Nachbargarten im Lebensbaum gesammelt und eine Traube gebildet. Der rechtzeitig informierte Imker hat das neue Volk dann eingesammelt, bevor der ganze Schwarm zu einer neuen Behausung davon geflogen ist.


Aufbruch


Sammelstelle Thuja


Traube


rechtzeitig


neues Zuhause


Und da ein Ereignis selten allein kommt.
10 Tage später: Noch ein Schwarm
,



mit Königin !!!

(zum Vergrößern Bilder anklicken)

 

 

 

 

 

Homepage zuletzt bearbeitet am: 12.02.2018